Gute Neuigkeiten - Uranabbau im Grand Canyon wird nicht erlaubt
In den USA sollen in den nächsten 20 Jahren bis zu 350 neue Kernkraftwerke. Auch im Naturwunder Grand Canyon sollte eine Uranmine entstehen! Doch zum Glück hat die US-Regierung dem Vorhaben eine Riegel vorgschoben!
Der Grand Canyon in Arizona ist eines der schönsten Naturwunder der Welt und lockt jährlich vier Millionen Touristen an! Doch der US-Naturpark und die umliegende Gegend sind reich an Uranvorkommen – und somit ein Magnet für Minenbetreiber.
Jedoch ist der Abbau von Uran für Mensch und Umwelt auch nicht ganz ungefährlich! Denn beim Abbau von Uran können das radioaktive Gas Radon und andere Schadstoffe freigesetzt werden. Um eine Umweltkatastrophe in dem sensible Naturschutzgebiet zu verhindern, hat die Obama-Regierung gestern ein 20-jähriges Moratorium gegen neue Uranminen in der Gegend um den Grand Canyon ausgerufen - und tausende neuer Bohrversuche gestoppt. Über diese Entscheidung freuten sich besonders Umweltschützer und Politikern wie Raul Grijalva, einem Demokraten aus Arizona. Bereits 2009 hatte die Regierung ein zweijähriges Moratorium verabschiedet, aber Republikaner und Minenbetreiber wehrten sich gegen die Umsetzung.
Die Obama-Regierung verbietet aber nur den Bau neuer Minen, d.h. 3200 Bohrstellen und elf Minen werden weiter entwickelt – also ein Sieg für die Branche. Während Befürworter der Minen sagen, dass natürliches Uran in der Gegend vorkommt, warnen Umweltschützer vor Schäden durch die Minen. Denn laut dem Center for Biological Diversity ist ein Bach in der Nähe der ehemaligen Orphan Mine im Grand Central National Park zehn Mal so hoch mit Uran belastet wie es der US bundesstaatliche Grenzwert erlaubt. In der Orphan Mine wurde in den 50er-Jahren Uran entdeckt - doch die Gegend leidet immer noch unter den Folgen des Abbaus und der Weiterverarbeitung. Die Obama-Regierung will aber auch vermeiden, dass verseuchter Abfall in den Colorado River fließt. Der Fluss versorgt 26 Millionen Menschen mit Trinkwasser - auch in Los Angeles und Las Vegas. Eine Verseuchung wäre also eine Katastrophe.
Quelle: www.dradio.de
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