Vatertag kommt aus Amerika
Morgen freuen wir uns wohl alle auf einen schönen freien Tag, oder? Denn Morgen ist Christi Himmelfahrt, also ein christlicher Feiertag. An Christi Himmelfahrt (Aufstieg des Herrn)feiern wir Christen, die Rückkehr Jesu Christi Als Sohn Gottes zu seinem Vater in den Himmel. Christi Himmelfahrt wird immer 39 Tage nach Ostersonntag gefeiert. Deshalb fällt das Fest auch immer auf einen Donnerstag. Der frühestmögliche Termin ist der 30. April; der spätmöglichste der 3. Juni.
Jedoch ist dieser spezielle Donnerstag auch als Vatertag bekannt. Viele Väter in Deutschland treffen sich mit ihren Kumpels und feiern Ihren Vatertag. Meistens sind Sie dann den ganzen Tag mit Ihrem Bollerwagen, der mit Getränken gefüllt ist, unterwegs.
Aber woher kommt die Idee, an einem kirchlichen Tag Vatertag zu feiern?
Viele denken, dass man mit dem Vatertag an die Umzüge aus dem Mittelalter anknüpft. Die Menschen sind damals zu Christi Himmelfahrt durch die Stadt gezogen und haben um eine gute Ernte gebeten.
Jedoch kommt die Idee einen Vatertag offiziell zu feiern tatsächlich aus Amerika. Im Jahre 1909 brachte Sonora Smart Dodd erstmals die Idee eines „Father's Day“ auf, um ihren Vater William Jackson Smart, einen Bürgerkriegsveteranen, zu ehren. Ihre Mutter war bei Geburt des sechsten Kindes gestorben, und Ihr Vater zog das Neugeborene sowie die anderen fünf Kinder alleine. Senora Dodd wollte die Kraft und die Selbstlosigkeit ehren, die ihr Vater seinen Kindern entgegengebracht hatte und setzte sich daher für einen Vatertag ein.
Die Amerikaner feiern den Vatertag allerdings nicht wie unsere Väter mit einem Ausflug. Diese "Vatertagstour", ist wirklich eine sehr deutsche Variante. Bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts gab es in Berlin die "Herrenpartie". Junge Männer sollten in den Kreis der Erwachsenen eingeführt werden. Deshalb hat man, genau wie heute, einen längeren Ausflug mit ihnen gemacht.
Vatertag in den USA
In den USA wird der Vatertag am dritten Sonntag im Juni gefeiert. Der erste Vatertag wurde am 19. Juni 1910 in Spokane, Washington, beobachtet. Zur selben Zeit tauchten in verschiedenen amerikanischen Städten Vatertagsfeiern auf. 1924 unterstützte US Präsident Calvin Coolidge die Idee eines nationalen Vatertags. Und im Jahre 1966 unterzeichnete Präsident Lyndon eine Proklamation, die den dritten Junisonntag zum Vatertag erklärte. Präsident Nixon erhob 1974, mittels Public Law 92-278, den Vatertag in den Rang eines offiziellen Feiertages für den dritten Sonntag im Juni. Der amerikanische Präsident George W. Bush gab am 13. Juni 2003 eine „President's Father's Day Proclamation“ heraus.
Kinder in den USA beschenken am Vatertag ihre Väter mit Geschenken, Gedichten und Blumen begegnen. Viele Familien unternehmen an diesem Tag gemeinsame Ausflüge.